Dienstag, 23. Mai 2017

Abmusterung - VR Virtuelles wird real

Das Spritzgießwerkzeug ist auf der Basis der durch Moldex3D optimierten Werkzeugkonstruktion fertig gestellt worden.

Im Technikum der Firma Dr. Boy, Neustadt, ist das Werkzeug auf einer Boy 25E Maschine das erste Mal aufgespannt worden.


Auf der Basis der zuvor mit Moldex3D ermittelten Prozessdaten, wurde der Betriebspunkt gesetzt und wichtige Parameter, wie Einspritzzeit, Nachdruckzeit, Schmelze- und Vorlauftemperatur gesetzt.
Die Temperierung des Werkzeugs erfolgt durch ein Temperiergerät der Firma GWK, Meinerzhagen.

Nach kurzer Anpassungsphase sind die ersten realen Formteile produziert worden. Die Temperaturverteilung an der Formteiloberfläche ist mit dem IR-ThermoControl System aufgezeichnet und überwacht worden.

Dem Serienstart der Fertigung auf der Moulding Expo in Stuttgart steht nichts mehr im Wege.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Industrie 4.0 - VR Virtuelles wird real

Die Digitalisierung und der Austausch von Informationen zwischen unterschiedlichen Endgeräten in der Spritzgießverarbeitung fällt unter den Oberbegriff Industrie 4.0.
In der Werkzeugkonstruktion ist Sensorik bereits berücksichtigt worden.

Parallel zum aktuell laufenden Werkzeugbau werden die Vorbereitungen zur Kommunikation mit der Spritzgießmaschine sowie der Qualitätskontrolle mittels Infrarot-Kamera (über das System IR-ThermoControl) getroffen.



Ein speziell für diesen Zweck abgestimmter PC übernimmt die Datenaufnahme und liefert
die digitalen Informationen an übergeordente Systeme zur weiteren Auswertung (Qualitätssicherung, Rückverfolgung, etc.).

Mittwoch, 10. Mai 2017

Werkzeugbau - VR Virtuelles wird real

Werkzeugbau
VR - Virtuelles wird real

Nachdem die Temperierung in der Werkzeugkonstruktion auf Basis der Moldex3D Ergebnisse optimiert wurde, startet jetzt die Herstellung des Werkzeugs.

Aus den 3D Werkzeugdaten werden zur Herstellung der Erodier-Elektroden die CAM Daten abgeleitet und an eine HSC Fräsmaschine übergeben.


Der Grundaufbau des Werkzeugs ist in Form von Normalien bereits geliefert worden. Die Bearbeitung der Platten erfolgt durch Fräsen und Erodieren.
Die Temperierkanäle werden bohrtechnisch eingebracht und entsprechend verstopft.
Dem Projektleitsystem werden die jeweiligen Fertigungsstände der unterschiedlichen Teile des Werkzeugs zurück gemeldet.

Nach der Bearbeitung werden alle Komponenten für den Zusammenbau in einem vordefinierten Zwischenlager abgelegt.

www.plexpert.de

Mittwoch, 3. Mai 2017

Werkzeugtemperierung analysiert - VR Virtuelles wird real

Vom Werkzeugkonstrukteur ist der erste Entwurf der Temperierung fertig gestellt. Im CAD System werden die Mittellinien der Temperierbohrungen auf einem separaten Layer erstellt. Diese folgen dem Verlauf des Temperiermediums. Tote Ecken, die sich z. B. bohrtechnisch ergeben, werden nicht mit abgebildet. Die Mittellinien werden als .igs Daten gespeichert und in die Simulation übernommen.


Das ist der einfachste und flexibelste Weg, um eine Analyse der Temperierung in einem Simulationsprogramm vorzubereiten.
Innerhalb des Moldex3D Designers werden den Linien die entsprechenden Kanaldurchmesser als Attribut zugewiesen. Abschließend wird der Einlass und Auslass zu jedem Temperierkreislauf gesetzt und der Bilanzraum definiert.

Das Modell wird vernetzt, die Randbedingungen, wie Durchflussmenge (l/min) pro Temperierkanal, die Vorlauftemperatur, Kühlzeit, etc. gesetzt und die Berechnung gestartet.

Die Analyse mit Moldex3D zeigt schnell die kritischen Bereiche am Formteil. Insbesondere im Bereich der seitlichen Taschen treten hohe Temperaturen auf. In der Diskussion mit dem Werkzeugkonstrukteur werden Änderungen am Temperierkanal-Layout durchgeführt und mit Moldex3D neu berechnet. Ziel ist es, einen gleichmäßigen Wärmeabtrag zu erreichen.

Die optimierte Temperierung wird in die Werkzeugkonstruktion übernommen und in das Werkzeug eingebracht.

Dienstag, 2. Mai 2017

Werkzeugkonstruktion - VR Virtuelles wird real

Werkzeugkonstruktion
VR - Virtuelles wird real

Nachdem über die Füllanalyse die beste Lage der Anbindung festgelegt wurde, beginnt die Werkzeugkonstruktion.

Eine Herausforderung dabei ist der Öffnungsweg von 400mm an der Maschine in Kombination mit dem erforderlichen langen Verfahrweg der Auswerfer.

Um die Entformung (fallende Teile) sicher zu stellen, muss der Werkzeugaufbau so gering wie möglich ausfallen. Dazu hat die Werkzeugkonstrukteurin sich entschieden, auf das klassische Auswerferpaket zu verzichten und statt dessen die Entformung über eine Abstreifplatte zu realisieren.
Entsprechend des in der Werkzeugkonstruktion zur Verfügung stehenden Bauraums wird der erste Entwurf der Werkzeugtemperierung eingebracht.






Die Temperierung in den schmalen Seitentaschen wird problematisch werden. Eventuell sind hier Einsätze mit höherer Wärmeleitfähigkeit zu verwenden.

Weitere Informationen dazu wird die Simulation der Temperierung mit Moldex3D ergeben.